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Inseltourismus und seine Auswirkungen auf Boden und Relief

Description:  Naturschutz - Notwendigkeit statt Luxus.
deutsch
  
ISBN: 3493588240   ISBN: 3493588240   ISBN: 3493588240   ISBN: 3493588240 
 
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Inseltourismus und seine Auswirkungen auf Boden und Relief




1. Einleitung

Küsten gehören, neben den Einzugsgebieten großer Ströme, zu den am dichtesten besiedelten Landschaften und damit auch zu den strapaziertesten. Der internationale Tourismus verzeichnet weiter ein stetiges Wachstum. Die Zahl der Grenzüberschreitenden Urlauber lag 1996 bei 593 Mio. Nach Schätzungen der WTO soll sich der Wert in den nächsten fünf bis acht Jahren verdoppeln und im Jahr 2020 1,6 Mrd. erreichen (vgl. HAAS u. SCHARRER 1997, S. 648). Der Tourismus ist für viele der eigenständigen oder weitgehend unabhängigen Inselstaaten der Karibik, des Pazifiks und des indischen Ozeans bereits der wichtigste Wirtschaftsfaktor, oft auch setzt man erst seit den letzten Jahre große Hoffnung in den Ausbau des Tourismus. Aber auch die Inseln des Mittelmeeres und der Nord- wie Ostsee sind im hohen Maße vom Tourismus abhängig. Die Sandstrände sind der Hauptanziehungspunkt der Urlauber. Die touristisch bedingte Nutzungsintensität an den Küsten ist dementsprechend hoch. Kommt eine hohe Biodiversität hinzu, entsteht ein hohes Konfliktpotential (vgl. BUNDESAMT FÜR NATURSCHUTZ, 1997 S. 128). Dies ist zum Beispiel an Küsten mit vorgelagerten Korallenriffen der Fall. Thema dieser Arbeit sind die Auswirkungen des Inseltourismus auf Boden und Relief und die dadurch induzierten Konflikte.


2. Naturschutz - Notwendigkeit statt Luxus

Naturschutz als Steckenpferd einer gutsituierten Industriegesellschaft? Diesen Eindruck kann man gegenwärtig bekommen. Als Beispiel mag man einmal die diesjährige Bundestagswahl betrachten. Der Schutz der Natur, vor einigen Jahren immer noch eins der fünf Top-Themen im Wahlkampf, spielte diesmal, wenn überhaupt nur eine untergeordnete Rolle. Themen wie Arbeitslosigkeit, innere Sicherheit, Europa, Bildung, Reformstau waren die Felder auf denen Stimmen gewonnen wurden (vgl. o.A. 1998). Es scheint als eigne sich der Naturschutz als Thema nur, wenn die Menschen gerade keine anderen Probleme haben. Der Schutz der Natur gilt oft als Bremse der Wirtschaft und des Fortschritts und wird somit mitverantwortlich gemacht für Arbeitslosigkeit und Stagnation (vgl. KNAPP, 1993 S. 91). Unabhängig davon ob diese Behauptungen teilweise zutreffend sind oder nicht, steht es außer Zweifel, daß der Schutz der Natur eine der wichtigsten Aufgaben geworden ist, da dem Menschen das Überleben ohne Natur nicht möglich ist. Er ist auf der einen Seite auf ihre Bereitstellung von Wasser, Boden, Luft und Rohstoffen angewiesen, benötigt sie darüber hinaus "zum Regenerieren, Nachdenken, Stillsein, Neugierde behalten, Weiterfragen, Staunen, zur Läuterung, Wertfindung und Selbstkorrektur" (ELLENBERG 1997, S. 4). Aus diesem Grund erklärt H.D. Knapp Naturschutz zur Angelegenheit einer breiten gesellschaftlichen Basis, ja aller Menschen. Er ist eben nicht das Steckenpferd " einiger Vogelfreunde, Blümchenliebhaber oder weltfremder Spinner, ist nicht schmückendes Beiwerk für harte Wirtschaftsentwicklung" (KNAPP, 1993 S. 91).

2.1 Strategien

Nun ist es so, daß Menschen, je größer ihre räumliche Distanz zur Natur ist, den Naturschutz eher als Notwendigkeit entdecken. "Städter haben vor Dörflern Naturschutz als Aufgabe gesehen. Industriestaaten forderten Naturschutz eher als Agrarländer" (ELLENBERG 1997, S. 4). Einige Beispiele dafür sind die wilden Schrott- und Müllhalden im sehr dünn besiedelten Norden Schottlands, die verlassenen Höfe Islands, auf denen Ölkanister und Autobatterien in nicht geringer Zahl vergammeln und nicht zuletzt die Höfe des Münsterlandes, auf denen beim Ölwechsel die Entsorgung noch lange Zeit durch einfaches versickern lassen erfolgte. Daß dies so ist liegt daran, daß Umweltsünden erst dann in das Bewußtsein der Menschen dringen wenn sie offensichtlich werden. Dies ist natürlich in Regionen, in denen viele Menschen leben eher der Fall. Bedingt durch diese Situation wird Naturschutz oft von der Stadt aufs Land, von den Industriestaaten in die Agrarländer getragen, von außen nach innen also. Nach Ellenberg gibt es weltweit fünf unterschiedliche Strategien Naturschutz durchzuführen. Eine kurze Erläuterung dieser Strategien erfolgt anhand der folgenden Tabelle:
  
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