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4.3 Bedingungen für das wachsende Touristenaufkommen auf InselnDie Ausschöpfung dieses Potentials wurde allerdings lange Zeit durch
die enormen Distanzen über hohe See behindert. Seit Beginn der siebziger
Jahre allerdings stieg das touristische Aufkommen in diesen abgelegenen Regionen
enorm an. Hierfür gibt es verschiedenen Gründe, die diese Entwicklung
ermöglichten:
1. Der wirtschaftliche Aufschwung der westlichen
Industrienationen.
Folgen:
♠ Steigerung
der Kaufkraft und
♠ stetig
steigender Anteil der Freizeit im Leben der Berufstätigen.
Seit Mitte der achtziger Jahre steigt auch der Touristenanteil aus den
asiatischen Länder, allen voran Japan.
2. Die rasante Entwicklung auf den Gebieten der Verkehrs- und
Kommunikationstechnik.
Folgen:
♠ Der
Ausbau des Flugverkehrsnetzes und damit die Verkürzung der Distanzen
sowie
♠ die
immer an Bedeutung gewinnenden Massenmedien wie das Fernsehen, die sowohl durch
Spielfilme als auch Dokumentationen und Nachrichten das Fernweh der Konsumenten
wecken.
3. Die in den Zieldestinationen ausgebaute Infrastruktur.
(vgl. KREISEL 1996, S. 18)
Die bisher dargestellten Rahmenbedingungen sind nur speziell dem
pazifischen Raum entnommene. Allerdings lassen sich einige Charakteristika in
ähnlicher Weise, wenn auch mit bisweilen unterschiedlichen Gewichtungen,
für andere Inselräume verallgemeinern. Zum Beispiel spielen Inseln von
Industrienationen als Standorte von großen Produktions- oder
Dienstleistungsbetrieben keine Rolle, da, so nah sie auch der Küste
vorgelagert sind, immer der Transportnachteil des Seeweges gegeben ist.
Leistungen, welcher Art auch immer können in der Regel immer im
größeren Umfang auf dem Festland erstellt werden.
Aufgrund des speziellen maritimen Klimas, des reizvollen Küstenraumes
und der sympathischen Kleinheit besitzen Inseln im allgemeinen ein
beachtliches touristisches Potential, auch wenn sie aufgrund ihrer
geographischen Lage nicht unbedingt in der Lage sind das Südseefeeling
zu vermitteln. Gemeint sind zum Beispiel die friesischen Inseln, die
Ostseeinseln aber auch die Hebriden.
Als kleinsten gemeinsamen Nenner der verschiedenen Vertreter des Typs Insel
kann man also festhalten,
♠ daß
Inseln, mit wenigen Ausnahmen, in wirtschaftlicher Hinsicht eher zu den
strukturschwachen Räumen zählen und
♠ daß
Inseln per Definition ein gewisses touristisches Potential, dessen
Größe aufgrund naturräumlicher Gegebenheiten variiert,
besitzen.
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