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Die Tabelle bezieht sich auf marine Großschutzgebiete Kenias, dennoch
sind die Auswirkungen nicht spezieller regionaler Art. Es entstehen also
vielfältige ökologische Probleme durch den Tourismus speziell auf
Inseln. Dem Thema dieser Arbeit entsprechend werde ich detaillierter auf die
Einwirkung des Tourismus auf Boden und Relief eingehen. Schwerpunkte werden die
durch den Tourismus verursachte Küstenerosion und Schädigungen von
Korallenriffen sein.
5.3 KüstenerosionKüsten sind den ständig zehrenden Kräften des Meeres
ausgesetzt. Der natürliche biogene und lithogene Küstenschutz ist
durch anthropogene Eingriffe in die Natur in vielen Regionen zerstört oder
in seiner Effizienz stark geschwächt. Die daraus resultierende
Küstenerosion nimmt an zahlreichen Küsten bedrohliche Formen
an.
Eine große Bedeutung für den Küstenschutz kommt in vielen
Regionen den Korallenriffen zu, die als Wellenbrecher dienen. Deshalb werden sie
anschließend in einem eigenen Abschnitt ausführlich
behandelt.
Dieter Uthoff erläutert am Beispiel Sri Lanka Ausmaß und
Verursacher der Küstenzerstörung und weist darauf hin, daß dies
für alle Inseln ähnlicher Breiten, die durch ein
steigendesTouristenaufkommen gekennzeichnet sind, zutrifft.
Eine Anfang der achtziger Jahre durchgeführte Untersuchung hat
ergeben, daß auf Sri Lanka jährlichen Landverlusten von ca. einem
Quadratkilometer lediglich ein Landzuwachs von 15 ha gegenübersteht (vgl.
UTHOFF 1987, S. 405). Das führt zu einer dramatisch negativen
Flächenbilanz. Legt man diese Zahlen zugrunde liegen die durchschnittlichen
Verluste pro Jahr bei ca. 850.000 Quadratmetern. Das entspricht einer
Fläche von gut 115 Fußballfeldern. Die Situation der Küsten
verschärft sich eher, als daß sie sich entspannt. Anzumerken ist
natürlich, daß der Tourismus für alle hier genannten
Umweltschädigungen nicht der allein verantwortliche Faktor ist, aber er ist
ein Teil des Gefüges und Thema dieser Arbeit.
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